Jahre in der Geschichte (S6E1)

PROST! Wir kommen in die Jahre. Jans und Dans verrückte Reise durch die Zeit führt Euch einmal quer durch den Gemüsegarten von 753 v.Chr bis 2021.

  
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PROST! In dieser Folge von THE SCOTCH Enlightenment: Wir wandern durch 2874 Jahre Geschichte und bewerten Jahre nach ihrer - selbstverständlich rein subjektiven - Wichtigkeit.


Lasst uns in den Kommentaren wissen, was Ihr von den Themen haltet, die wir heute besprochen haben.

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Und nun die unkorrigierte Transkription dieser Folge:

Prost

Dan:
[0:15]Ja, Prost.

Jan:
[0:18]Prost.

Dan:
[0:19]Euer Lieblingspodcast Discotch and Lighting Ment,
Beginnt heute seine sechste Staffel mit der ersten Folge derselben. Das ist äh insgesamt die sechsundzwanzigste Folge, die wir äh produzieren. Wir sind jetzt damit genau ein halbes Jahr dabei,
Und,
Heute kommen wir in die Jahre, also wir haben das Thema Jahre in der Geschichte, aber bevor wir äh unsere exzellente äh Reise durch die Zeit beginnen, äh Jan, was trinkst du denn heute.

Einbecker Mai Urbock

https://www.einbecker.de/bockbiere.html#scrollto_maiurbock

Jan:
[0:52]Ja, es ist ja Maibockzeit, also träge ich einen Einbäcker Mai-Uhrbock.

Dan:
[0:58]Ja, ich habe auch Bock äh Schuldenbräu Winterbock,

Schultenbräu Winterbock

https://de.wikipedia.org/wiki/Schultenbr%C3%A4u

[1:04]Ähm den ich natürlich will er mal nur wegen der Dose gekauft habe und weil weil's,
ja für ein dunkles Starkbier, das angeblich kräftig malzig und vollmundig ist. Ähm ziemlich passabel ist dafür, dass es ein äh massenwillig Bier ist.

Jan:
[1:22]Ja, die können ja trotzdem schmecken. So ist es ja nicht.

Dan:
[1:27]Genau,
Damit komme ich zu meiner ersten Frage an dich Jan. Ähm was ist denn heute,
dein erstes Jahr über das du sprechen möchtest.

"1998"

Jan:
[1:43]Mein erstes Jahr, über das ich sprechen möchte, ist äh das legendäre Jahr neunzehnhundertachtundneunzig. Äh das ist äh,
Also ist das Jahr, in dem ich achtzehn geworden bin, deswegen ist es natürlich alleine schon legendär. Ähm,
Ist auch das Jahr in dem Helmut Kohl von Schröder abgelöst worden ist, was für ähm mich damals einschneiden war, weil mein ganzes bisheriges, also nicht mein ganzes bisheriges Leben, aber,
kurz nach meiner äh,
Geburt lange, bevor ich überhaupt mich für sowas interessiert habe, ist ja Kohlkanzler geworden und ich kannte eigentlich nur Kohle als Kanzler.
von daher war das auf einmal den anderen Kanzler gab schon irgendwie interessantes Ereignis und das war auch so ein bisschen für mich so der so ein so ein Startschuss mich überhaupt mit Politik ein bisschen zu beschäftigen, dass man
aus sowas wie ein Kanzler auch mal ablösen kann. Also das war in dem Jahr irgendwie so ein ähm ja es war auch so ein, also
man hat das auch schon äh so diese in dieser Wahlkampfzeit so ein bisschen gemerkt, dass die Leute echt absolut keine Lust mehr auf diesen Kohl hatten. Das also das ist mir, wird mir immer in der Erinnerung bleiben, diese äh krasse Wechselstimmung, sowas habe ich auch seitdem nie wieder äh erlebt,
Deswegen finde ich es ein sehr interessantes Jahr.

Dan:
[2:59]Da muss ich dir vollkommen Bike pflichten. Äh ich bin ja nur geringfügig Jünger und äh kann mich auch noch äh recht gut daran erinnern, was mich dann doch wieder zu einem Alten machte,
ähm,
wie äh was für eine historische Bedeutung es hatte, dass es tatsächlich einen anderen Kanzler geben kann. Und ich meine, wir beide haben Fach waren schon am Leben, als es Helmut Schmidt noch gab,
als Kanzler, aber das war dann auch schon ähm eher länger her.

Jan:
[3:31]Ja, das ist, das haben wir ja bewusst gar nicht mitgekriegt, ne, dass dass es den gab, nee, nee, also solange ich liebe, war es immer nur cool, cool, cool und äh irgendwann
dachte man, der das ist halt so und also so ähnlich müssen sich ja auch ähm,
Viele Leute, heute fühlen die ein bisschen jünger sind mit Merkel eigentlich, ne? Weil die sind nun auch sechzehn Jahre dran. Aber es gibt diese krasse Wechselstimmung jetzt überhaupt nicht, ne.

Dan:
[3:55]Ich weiß es nicht. Also ich.

Jan:
[3:57]Ja, so krass nicht.

Dan:
[3:58]Vielleicht hat sie sich jetzt mit dem äh mit ihrem Hin und Her beim Logdown doch mal so richtig vergalo.

Jan:
[4:08]Stichwort Osterruhe.

Dan:
[4:11]Ja, da bin ich es kann sein, dass in der Woche, bis wir diesen Podcast veröffentlichen, ähm, viel passiert.

Jan:
[4:19]Ja, möglich, wirklich. Also Stand jetzt ist, dass die Osterruhe ähm sich erst so so aus der Hüfte geschossen überlegt wurde und zwei Tage später, ah, das können wir doch nicht machen.

Dan:
[4:30]Ja. Ja, also.

Jan:
[4:34]Trotzdem also.

Dan:
[4:35]Lieferketten.

Jan:
[4:36]Äh äh trotzdem aber so eine eine heftige Wechselstimmung glaube ich. Set, also so viel Mist könnte sie jetzt gar nicht mehr anrichten, ähm dass sich das,
dass sich das noch entwickelt. Äh eher so eine Wechselstimmung, wenn sich die CDU jetzt einen falschen Kanzlerkandidaten aussucht, dann könnte es sicherlich sein, dass es da vielleicht ähm,
nochmal so ein Scholzzug gibt. Ich glaube da nicht so dran, aber die das das würde ich jetzt nicht völlig ausschließen. Aber das ist ja
Das hat dann ja mit Merkel nicht mehr so viel zu tun.

Dan:
[5:09]Wat ist so? Ich rede inzwischen soweit, dass ich äh Scholz gegenüber allem ähm bevorzugen würde, was die Union auch stellen könnte. Na ja.

Jan:
[5:17]Ja ähm muss man abwarten, wie die da jetzt nun präsentieren. Ja, das war.

Dan:
[5:24]Ja wenn die Grünen mitorts letztem Jahr kommen, dann dann kann ich mich vielleicht noch für die erwerben, aber ähm es ist.

Jan:
[5:32]Wäre auch interessant, ja.

Dan:
[5:34]Aber,

"1989"

[5:37]ich möchte mal mein Jahr einführen, hat äh dieselben Ziffern, nur in etwas anderer Anordnung, es ist das Jahr neunzehnhundertneunundachtzig, an das wir beide uns ja auch noch einigermaßen erinnern könn,
Als die Familie auf einmal ganz, ganz aufgeregt wurde, weil ähm es jetzt möglich war, ähm ähm,
rüberzufahren. Ganz besonders bei mir, wo auch polnische Familie war, äh wo es sozusagen bedeutete, dass man äh um die polnische Familie zu besuchen, nicht mehr durchs Ausland musste,
dass ähm dass,
ist doch ein wenig in Erinnerung geblieben. Ich äh weiß noch, wird, dass ich aus keiner Stepke dann hier in Berlin von einem äh gerade noch so im Dienstbefindlichen Fopo ein Stückchen Mauer geschenkt bekommen habe, dass ich,
natürlich nicht mehr habe, aber das ist wirklich ähm wahrscheinlich historisch der größte Umbruch, den ich in meinem,
in meinem kleinen, unbedeutenden, kurzen Leben bisher erlebt habe.

Jan:
[6:38]Ja, das dürfte wohl bei mir auch so sein, ja,
Also ich bei mir war's so, ich weiß nicht genau, wann das war, aber es kann ja nicht nicht also ich bin der Meinung, es müsste so äh,
kurz vor Ende meiner Grundschulzeit irgendwie gewesen sein, also vielleicht war es schon knapp nach der ähm Vollendetenwiedervereinigung dann, aber dann gab's echt mal so einen Schulaustausch,
mit der Partnerstadt. Ähm in der äh dann äh vielleicht gerade noch oder schon knapp nicht mehr existierenden DDR
und dann sind wir da halt alle Mann mit dem Bus hingefahren, das war ist auch nicht so weit weg gewesen von hier natürlich, ne? Also fährt er dann es war Brandenburg,
Frank Brandenburg oder oder Mecklenburg aber auf jeden Fall na ja so, dass man da gut hinfahren konnte, auch mit Grundschülern. Ähm,
Und ich weiß noch, dass mir das da alles echt sehr eigentümlich vorkam, weil halt alles so kaputt war. Ich dachte echt, vielleicht haben die Krieg gehabt oder so.

Dan:
[7:39]Ja, sie hatten sowas Ähnliches.

Jan:
[7:41]Sozialismus. Aber das wusste ich ja da noch gar nicht. Ich wusste auch gar nicht, hätte man mir erklären können, hätte ich ja auch nicht viel mit äh anzufangen gewusst, aber
kaputte Straßen kaputte Gehwege, die Häuser sahen alle echt aus wie
also konnte man sehen, also sowas könnte man von hier einfach nicht. Und dann haben wir da irgendwie eine gemeinsame Sportstunde mit denen gemacht,
äh in so einer total verfallenen Halle, habe ich gesagt, das kann doch nicht wahr sein hier. Ja, das war meine erste Begegnung mit so mit dem Sozialismus.

Dan:
[8:16]Ja. Gut. Ja, nee, ich muss auch sagen, also es war auch damals ähm dann in den frühen Neunzigern, wenn man dann äh durch die DDR gefahren ist, meine oder die ehemalige DDR. Ähm das ist meine kleine Schwester, die ähm,
die stand dann im Zug immer an der Scheibe und hat gepollt, Trabiland,
wenn man wenn dann äh draußen nur noch die stinkenden Zweitakter unterwegs waren, die dann langsam aber sicher durch äh echte Autos erse.

Jan:
[8:45]Ja und die Trabis sind dafür aber hier denn hergekommen, ne? Also ich habe hier nach was Jungen gehabt, der war
ich glaube der hat mit sechzehn oder so, hat er einen alten Trabi geschenkt gekriegt, mit dem er dann hier durch die Feldwege gebrettert ist. Bis er ihn dann irgendwann mal in den Graben gesetzt hat. Ähm also es war dann so ein gewisser Kulturaustausch auch auf dem Gebiet.

Dan:
[9:07]Das ist doch gut. Was ist denn dein nächstes Jahr.

Jan:
[9:12]Mein anderes Jahr ist eins, das habe ich nun knapp nicht erlebt, aber es hört auf wie deins aufhört. Es ist nämlich siebzehnhundertneunundachtzig. Ähm,

"1789"

[9:21]Das ist das Jahr äh der französischen Revolution sozusagen, also mit dem Sturm auf die Bastis, aber auch das Jahr, in dem die
Menschenrechte erklärt worden ist und ich finde, dass es oft auf die Art auch in der Kombination eigentlich ein ja auch sehr ähm,
sehr bedeutsames Jahr bis heute geblieben ist, wo ja also mit dieser französischen Revolution sind ja eigentlich auch noch eine ganze Reihe weiterer Revolutionen, so ein bisschen in in Gang gekommen noch. Also vor allen Dingen in Europa, ne
Ja und deswegen fand ich das ein Jahr, dass man hier an dieser Stelle, wo ich mal ein bisschen rauspicken musste.

Dan:
[9:57]Mhm. Ist siebzehnhundertneunundachtzig ist übrigens auch das Jahr, in dem die US-Verfassung in Kraft getreten.

Jan:
[10:03]Stimmt, das hätte ich mir auch noch dazuschreiben können. Äh gesehen halt, dass genau, ja, also auch insofern ähm auch auf der anderen Seite dieses Atlantiks ähm gab's auf einmal ganz neue Töne.

Dan:
[10:16]Und ähm ja,
die die Zeit zwischen der US-Unabhängigkeitserklärung und der US-Verfassung sind ja sowieso sehr spannend, weil ähm die das einen äh Staat allein aus einer Idee heraus entstehen kann und erfolgreich ist, ähm,
Ähm,
wurde damals äh unter Beweis gestellt, äh das versucht man jetzt gerade äh mit der Europäischen Union äh weit weniger erfolgreich zu wiederholen.

Jan:
[10:43]Das ist vielleicht auch, ist auch eine andere Ausgangslage, die auch glaube ich noch ein bisschen komplizierter ist.

Dan:
[10:51]Das ist wohl wahr, wenn ähm da äh da könnte man wahrscheinlich eine ganze Staffel drüber machen.

Jan:
[11:01]Ähm ja und ich.

Dan:
[11:03]Eine Folge über Verfassungen, das wäre mal schön absur.

Jan:
[11:06]Keine schlechte Idee, ich kenne nur im Detail nicht allzu viele Verfassungen, muss ich zu meiner Schande gestehen, aber das macht ja nichts, damit könnte man sich ein bisschen beschäftigen. Nee, ich äh wollte noch
wollen auch anfügen, also wenn man diesen Prozess der Entstehung äh da da in äh Amerika,
ähm der Verfassung nachher auch. Ähm wenn man das so ein bisschen äh in, ich sage mal, Spielfilmform äh präsentiert haben möchte, dann äh kann man sich gut die von mir hier auch schon mal in einer anderen Folge ähm,
angeteaserte fabelhafte Serie John Alames mal geben, weil das,
Also die Serie begleitet ja nun wirklich vom Beginn äh des ganzen Aufstandes äh bis bis äh quasi Amerika als Land auf einmal dasteht
und er dann ja auch nachher den das der zweite Präsident wird ähm
So diese ganze Gründungsphase ähm eigentlich recht gut, also es man man hat dann ein gutes Bild wie das so ungefähr ähm ja vonstattengegangen ist.

Dan:
[12:06]Absolut. Gut, damit äh möchte ich zu meinem nächsten Jahr kommen. Das ist das Jahr neunzehnhundertneunundsechzig,

"1969"

[12:15]Und zwar ähm im Jahr neunzehnhundertneunundsechzig, was da besonders passiert am äh zwanzigsten Juli, genau dreizehn Jahre vor, bevor ich geboren wurde,
landete die Raumfähre Igel auf dem Maros und.

Jan:
[12:31]Ähm ich glaube nicht, oder? Ich glaube nicht, dass die aufs aufm Mars gelandet sind. Das wäre mir neu.

Dan:
[12:36]Mond. Verdammt, was erzähle ich? Was erzähle ich denn hier? Ja, sie sind an der Tauf.

Jan:
[12:39]Das war das geheime äh Zusatz äh Programm, von dem sie nie wieder was.

Dan:
[12:45]Genau die die Mondlandung war gefälscht in Wirklichkeit was offenbar.

Jan:
[12:49]Genau, wir haben einfach den Farbfilter gewechselt.

Dan:
[12:52]Äh ich, also kleiner kleiner kleiner Seitenexkursion. Äh wir gehen demnächst in die ganzen Verschwörungstheoretiker vor und erzählen denen, die Notlandung war in Wirklichkeit auf dem Mars.

Jan:
[13:05]Geile Idee.

Dan:
[13:09]Und ja, also,
Warum habe ich mir das Jahr neunzehnhundertneunundsechzig aus äh gesucht, weil natürlich äh die Tatsache, dass es ähm überhaupt gelungen ist zu einer Zeit als äh der ähm als,
die Größten der Menschheit zur Verfügung stehenden Computer weniger Rechenleistungen hatten als meine Armband.

Jan:
[13:30]Ja

Dan:
[13:32]Heute, dass man es da geschafft hat,
in einem einzigartigen Kraftakt einfach mal Menschen durch äh mehrere hunderttausend Kilometer Raum Weltall,
auf einen ja jetzt nicht Planeten, aber immerhin äh etwas auf einen anderen Himmelskörper ist die Erde zu bringen. Das ist eine so wahnsinnige Leistung.

Jan:
[13:58]Man darf auch nicht vergessen, dass die Leute, die ähm die sich für sowas da äh bereit erklärt haben, die mussten auch ein Stück weit echt bekloppt sein, weil das war nicht ungefährlich. Da ist die hatten einfach Schwein, dass da nicht mehr passiert ist. Ganz ehrlich, also das
ist im Prinzip ein halbes Himmelfahrtskommando gewesen, was sie da gemacht.

Dan:
[14:16]Ja, eigentlich war es ein komplettes Himmel.

Jan:
[14:20]So gesehen.

Dan:
[14:21]Rückfahrkarte.

Jan:
[14:23]Ja, nee, aber das, das hätte wirklich an so vielen Stellen schiefgehen können. Ich meine, man hat's dann ja auch bei dieser Apollo dreizehn Geschichte gesehen. Das war eben auch nicht alles glatt geht und das war auch haarscharf, dass sie die Leute einfach komplett verloren hätten. Der hätte auch also,
abgesehen von diesem Unfall selbst, ne, der ja auch einfach so denn, ne, sind ihm komplexe Systeme, da passiert auch mal Scheiße. Äh aber dann bei dieser ganzen Rettungsaktion,
Da gab's auch so viele Punkte, wo man einfach sich hätte vertun können, wo man eigentlich falschen Knopf oder bisschen mehr, bisschen weniger und so. Unentschieden seiner Erde vorbei und,
das war's. Also.

Dan:
[15:01]Ja also ich weiß. Klar, also wenn du wenn du damals in so einer Kapsel gestiegen bist und äh nicht dein Testament auf der Erde hinterlassen hast, dann warst du äh wirklich blöd.

Jan:
[15:12]Glaub das haben wir auch alle quasi auf Befehl, also es war jetzt nicht so, dass wir das groß ausruhen konnten. Ich glaub die haben alle vorher so das machen müssen.

Dan:
[15:21]Das hoffe ich doch sehr. Gut,
Damit äh wollen wir mal und jeweils unsere überbewertet beziehungsweise unterbewerteten Jahre durchgehen ähm und äh du hast äh zehn Stück davon vorbereitet.

"1945"

Jan:
[15:36]Habe ich. Ähm und ich fange gleich mal an mit dem Jahr neunzehnhundertfünfundvierzig.

Dan:
[15:43]Ja kann man gar nicht überbewerten, deswegen unterbewertet. Äh ich meine,
was verdanken wir den Alliierten? Also klar, also erstmal ähm äh,
Das verdankt erstmal die ganze Welt, den Alliierten, dass sie äh ähm dass sie das dritte Reich niedergeworfen haben und dann ähm Stück für Stück,
durften wir dann auch noch davon profitieren und ähm,
Gott sei Dank äh kamen die Amerikaner. Äh und ähm übrigens eine der frühesten Erinnerungen meines Vaters ist, dass er ähm war leider, dass er von einem amerikanischen Soldaten eine Banane geschenkt.

Jan:
[16:28]Okay.

Dan:
[16:30]Blöderweise sind die dann wieder aus Thüringen abgezogen und ja,
aber die Tatsache, dass äh dass ich unter den äh,
ähm gut geschützt durch amerikanische Atomwaffen äh vor dem äh internationalen Sozialismus in Freiheit aufwachsen durfte durfte, äh verdanke ich äh wahnsinnig dem Jahr neunzehnhundertfünfundvierzig als ähm
die Alliierten Hitler Deutschland niedergeworfen haben. Insofern kann man dieses Jahr hoch genug nicht schätzen.

Jan:
[17:00]Bei mir im Dorf tobte damals übrigens ähm die Schlacht um Hamburg. Also das war ja keine richtige Schlacht, weil Hamburg, also der der ähm dortige,
Oberchef, was auch immer er Förder, keine Ahnung, ähm hat so ein bisschen versucht zu vermeiden, dass es eine richtige Schlacht um Hamburg gibt und hat das so ein bisschen an die Ränder ausgelagert, aber es gab hier eben,
Schlagt zwischen den Engländern und wer macht's Truppen? Und da ist ja auch bisschen was abgebrannt und dann wollte hier die Dorffeuerwehr dahin und das löschen und das Problem ist aber
dass die Feuerwehrhelme früher ähm bisschen,
so ähnlich aussahen wie so SS-Helden. Und die haben gesagt, ja, ihr könnt uns hier viel erzählen und sind da erstmal in Arest gekommen ähm,
Ist eine lustige Geschichte, die man sich äh hin und wieder erzählt. Ja ja, nee, aber hier waren direkt äh am Deich ähm standen halt die Engländer und haben dann rüber auf die andere Elbseite geschossen und so,
Ähm ja, hier tobte der Zweite Weltkrieg in seiner Endphase.

Dan:
[18:04]Ach du, die hier in Berlin, äh wenn man weiß, wo er nach man gucken muss, äh dann und ja, war ziemlich heiß, so.

Jan:
[18:12]Ja, ja, klar, da ist nochmal eine ganz andere Nummer, das ist klar. Äh mein äh nächstes Jahr wäre, ach so und ich schließe mich natürlich dem äh Urteil an, neunzehnhundertfünfundvierzig ist ja nun wirklich ähm
Ja, ne? So der Grundstein für für unsere ähm immer noch gerade noch so äh gültige Weltordnung, auch wenn vielleicht auch wieder viel im Wandel ist, aber,
Ähm das nächste Jahr ist dann das Jahr siebzehnhundertsechsundsiebzig.

"1776"

Dan:
[18:40]Also ich kann nicht wie mich wieder nur wiederholen das Jahr siebzehnhundertsechsundsiebzig in dem die amerikanische Unabhängigkeitserklärung ähm verabschiedet wurde, die äh der Grundstein war für,
wie ich's vorhin schon sagte, dass äh der den ersten Staat, der aus einer Idee heraus entstanden ist, wirklich. Also den ersten modernen Staa,
zumindest. Ähm ja, kann man gar nicht hoch genug bewerten. Und äh diese
Ich meine die Ideen von siebzehn sechsundsiebzig sind welche die heute gegen äh
gegen äh die Trumpisten verteidigt werden müssen, genauso wie gegen die regressive Linke in den USA, die auch ähm
häufig gegen die gesamte deutsche Volksgemeinschaft verteidigt werden müssen. Insoweit ähm,
kann man das nicht hoch genug schätzen. Also die Idee, dass alle Menschen frei und gleich äh an Würde geschaffen sind, äh einfach mal vorne wegzuschicken,
brillant.

Jan:
[19:42]Ja ähm genau, schließe ich mich auch auf jeden Fall an. Ähm und es ist schon auch so, dass äh dieses Jahr siebzehnsechsundsiebzig ähm
Also äh der ganze Prozess, der das war ja nur das Ende eines wirklich langen Prozesses, wo die auch wirklich mit sich gerungen haben,
überhaupt musste man sich ja erstmal dazu durchregen, wollen wir das überhaupt? Wollen wir das überhaupt hier so einen so einen eigenen Staat machen und so. Also eine wirklich sehr ähm,
Ja also keine einfache Frage gewesen, weil das war dann letztendlich eben auch Hochverrat mit seinen möglichen Konsequenzen, wenn das Ganze schief geht. Ähm ja und am Ende dann eben so eine ähm bis heute noch wirklich ähm bewegende
Erklärung äh ja sehr beeindruckend, schließe mich natürlich absolut an. Dann haben wir das Jahr neunzehnhundertvierzehn.

1914

Dan:
[20:30]Ja, das Jahr neunzehnhundertvierzehn, ne? Du hast, wir hatten's ja schon in äh in unserer Folge zu Epic Failes einmal falsch abgewogen und dann.

Jan:
[20:41]Ja, hast du Weltkrieg? Zack.

Dan:
[20:45]Machst nichts falsch ab, haste Weltkrieg. Toll. Ja, nee, also und das hat natürlich ähm auch wenn dieser Krieg in gewisser Weise unvermeidlich war und vielleicht auch ohne dieses Attentat und das blöde ab.

Jan:
[20:58]Also ich denke es liegt einigermaßen auf der Hand, dass auch irgendwelche anderen komischen Missgeschicke äh ne, also das das Problem war jetzt nicht unbedingt dieses Attentat, das war natürlich der Anlass letztendlich, aber die hätten sich bestimmt auch,
Genau, die hätten sich auch irgendeinen anderen Anlass aussuchen können, also ja.

Dan:
[21:16]Jedenfalls ähm ja, die Dynamik, die sich dann entsponnen hat, die äh und deren Ausgang zu Beginn ja nicht vorauszusehen war. Habe,
hat natürlich die Weichen gestellt für die Dinge, die danach kamen und das waren ja ziemlich tiefgreifende Veränderungen. Erst für Europa dann für die Welt.

Jan:
[21:32]Ja. Ja, genau. Also nicht zuletzt ist ja nun auch
diese ganze drittes Reich Sache und der ganze zweite Weltkrieg und so. Das sind letztlich auch alles Folgen, die neunzehnhundertvierzehn hier in ihren Anfang genommen haben,
genau deswegen ich glaube wir haben sowieso hauptsächlich äh hauptsächlich ähm Jahre, die man eigentlich gar nicht, also,
wie will man so ein Jahr unterschätzen oder ich weiß nicht, äh nimmt man ein Ja in so eine Liste rein, also da nimmt man irgendwelche Jahre, die einem irgendwas sagen,
Als nächstes habe ich das ja null, da würde ich aber ehrlich gesagt schon vielleicht sagen, dass das ein bisschen bisschen überschätzt ist.

"0"

Dan:
[22:18]Das äh da bin ich vollkommen deiner Meinung. Äh einfach, weil wenn ich das richtig verstehe, gibt's das ja null gar nicht.

Jan:
[22:25]Lassen sie gute Frage, dann habe ich, dann ist es natürlich völlig falsch, das da reinzulegen.

Dan:
[22:33]Nick, überhaupt nicht, weil natürlich immer die Rede vom Jahr null ist, aber ähm so hätte ich das verstehe, gab's das Jahr minus eins. Dann äh wurde das Baby Jesuskind geboren und dann war das Jahr eins,
Weshalb ja auch das Jahr zweitausend äh noch zum äh zwanzigsten Jahrhundert gehört und nicht zum einen.

Jan:
[22:55]Ja, das ist natürlich auch wieder.

Dan:
[22:56]Jahrtausendwechsel ähm dann von zweitausend so zweitausendeins war oder nicht von neunundneunzig zu zweitausend.

Jan:
[23:02]Ist aber so ähnlich wie diese dumme Diskussion, ob jetzt die zwanziger Jahre mit dem Jahr zweitausendzwanzig angefangen haben oder mit im Jahr zweitausendeinundzwanzig.

Dan:
[23:11]Gerade. Also ich finde, da darf man durchaus mal dem ähm gesunden Volksempfinden Vorrang geben und muss da nicht pepsicher sein, als der Papst. Aber das ja null, jedenfalls gibt es nicht,
Und insofern äh ist es überbewertet und Leute, die schlau tun und von und sagen, das ist das Jahr null, ja, die haben das halt nicht ganz verstanden.

Jan:
[23:34]Ja gut, also ich hätte es jetzt auch aber auch deswegen als überbewertet eingestuft, weil das so ein bisschen ja auch willkürlich ausgesucht ist. Also es klingt halt viel bedeutsamer, als es ist. Letztendlich hat man nur irgendwann mal beschlossen, so da,
fangen wir jetzt mal an zu zählen, aber das sind ja nun auch ähm,
Also es es gibt keine Geburtsurkunde, wo genau geregelt ist, wann denn wirklich dieser Zeitpunkt gewesen sein soll, auf dem wir uns da eigentlich beziehen, eben diese Jesusgeburt, ne, das da gibt's ja auch irgendwie,
Ich weiß nicht, zwanzig verschiedene Jahre, die dafür in Frage kommen. Und deswegen hätte ich das jetzt als so ein bisschen äh bisschen überbewertet ähm,
Äh dazu passt vielleicht nochmal eine nächste Jahreszeit, sind wie zweitausend.

2000

Dan:
[24:22]Ja, ich wiederhole mich auch überwertet, das Jahr zweitausend, was haben sich alle,
aufgeregt, ne? Wir erinnern uns daran, noch besser als neunundachtzig, wie ähm wie die kopflosen Hühner sind alle durch die Gegend gerannt und haben jetzt was erzählt von wegen, die ähm wir werden tierische Probleme haben, die äh,
äh die Kühlkreisläufe in den AKWs werden äh.

Jan:
[24:48]Weltuntergang kommt. Ja, ja, es war super.

Dan:
[24:51]Also es war, es war wirklich äh es war wirklich ein Fest für den deutschen Michel, sich einfach mal so richtig, richtig fürchterlich ähm äh in Panik zu wälzen. Ja und was war's? Nüscht war.

Jan:
[25:05]Ich schließe mich aber trotzdem nicht. Also das stimmt zwar alles, aber ich schließe mich trotzdem nicht an und ich sage, dass das eigentlich es ist doch unterbewertet, weil
Prinzip haben wir die ganzen neunziger Jahre drauf hingefiebert, weil zweitausend, das ist das, wo die Zukunft nämlich anfängt. Das wollten wir eigentlich alle haben. Ich meine, es war natürlich den
Weil wenn's nicht so viel anders wie im Jahr neunundneunzig, aber trotzdem, dass dass da auf einmal eine zwei vorne steht und so, ich fand, das war schon,
irgendwie eine eine krasse Nummer, also so alleine vom Gefühl her ist natürlich völlig bedeutungslos letztendlich, aber
Nichtsdestotrotz, also alleine, dass die Daten auf einmal voll geil nach Zukunft aussahen, das hat sie natürlich mittlerweile auch ein bisschen abgenutzt,
Ne, aber damals war das schon irgendwie witzig fand ich. Also insofern, ich würde schon sagen, äh unterbewertet.

Dan:
[25:54]Okay, also das ähm,
Ich erinnere mich da nur, es gab ja auch wirklich ganz, ganz schlimme äh Rap-Songs damals äh unter anderem einer mit dem schönen Namen Cappuccino, der damals das ein ein Raptrack das Jahr zweitausend erinnerst du dich?
Also hast du dann äh du Glücklicher? Sei froh,
Das war, das war richtig freudig, wenn wenn ich's äh äh wenn ich's aus den Tiefen äh des Internets nochmal ähm hervorkramen kann, dann packe ich's in die Show.

Jan:
[26:26]Wir können unsere äh Playlists tun. Wenn wir, wenn falls es, falls es der Sorgen zu äh Spotify geschafft hat.

Dan:
[26:34]Ich glaube Millennium war der Track, genau.

Jan:
[26:36]Okay. Ja, Millennium war auch das, das war auch irgendwie so ein Begriff, den man davor irgendwie nie gehört hat, ne? Und auf einmal äh war das so da,
Äh das nächste Jahr ist das nächste Jahr, nämlich zweitausendeins.

2001

Dan:
[26:55]Zweitausendeins wiederum war natürlich eine ganz andere Tiste,
ähm zweitausendeins ähm ist natürlich ähm,
ja schwer zu überschätzen. Ähm wer wäre heute ein bisschen jünger ist, aber äh für den ist genauso wie Angela Merkel immer Kanzlerin war. Ähm waren wir immer im War und Terra und ähm das war halt nicht so.

Jan:
[27:19]Nee, das war nicht so.

Dan:
[27:21]Auf einmal hieß es äh alle Schüler kommt mal bitte in die Turnhalle ähm
Schulleiter hat eine Ansage zu machen und dann hat er erzählt was passiert ist. Und wir haben uns echt gefragt, ja äh was was war da los? Und es waren natürlich zwei Flugzeuge in die
Türme des World Trade Sensers gekracht und noch eines ins ähm,
ins Pentagon und noch eines ist irgendwo auf der grünen Wiese abgestürzt und ja und dann ging's los,
Dann äh äh dann standen auf einmal die Amerikaner in Afghanistan, ähm hunderttausende gute Deutsche standen auf der Straße und haben gegen den bösen Ami äh protestiert.

Jan:
[28:08]Na gut, das ist Volk Lore bei uns, das gehört halt dazu.

[28:12]Äh ich habe neulich äh übrigens einen interessanten Film gesehen über so eine Truppe, die noch bevor die Amis überhaupt in Afghanistan richtig einmarschiert sind. Ähm,
mit der mit der Nordallianz damals auf Pferden da schon mal so ein bisschen vorweckend gegangen sind,
Sehr interessant. Ich habe vergessen, wie er heißt, er hat irgendwie einen seltsamen Namen. Ist nicht sehr alt gewesen der Film. Äh gab's irgendwie auf äh Amazon Prime oder so. Ähm,
War witzig, weil die halt wirklich auf Pferden, also die mussten erstmal überhaupt vernünftig reiten und schießen lernen. Und gegen Ende hast du halt in diesem Film wie,
authentisch die letztendlich sind, weiß ich nicht, aber du hast am Ende echt so Szenen, die aussehen, wie aus so einem aus so einem Science-Fiction-Film, irgendwie Planet der Affen oder so, wo,
irgendwelche US Merins äh auf Pferden sitzen und mit ihrer Maschinenpistole vorher,
Äh das fand ich äh so ein interessanter Film. Ja. Äh genau, das Jahr zweitausendeins. Ähm ich war da nicht mehr in der Schule, sondern ich war da in der Ausbildung und ähm,
Da wurde sich nicht äh nicht in der Sporthalle versammelt, aber da ist die ganze Firma im großen Besprechungsraum zusammengekommen. Ähm,
zu einer Schweigeminute, das war dann wahrscheinlich irgendwie Tag danach oder so. Äh also es war schon eine ziemlich krasse Nummer, die man auch äh so schnell nicht vergisst.

Dan:
[29:40]So ist das.

Jan:
[29:40]Was wir auch so schnell nicht vergessen werden ist das Jahr zweitausendzwanzig.

2020

Dan:
[29:46]Ach du.

Jan:
[29:48]Obwohl man's eigentlich nur vergessen kann ist ja.

Dan:
[29:54]Ich find's ganz schwierig ähm Sachen zu bewerten, äh die äh die quasi immer noch in den Knochen stecken.

Jan:
[30:01]Ja ähm.

Dan:
[30:03]Also,
Ich würde mal sagen ähm ne, es ist ja immer so, man äh man bewertet solche Sachen kurzfristig über und langfristig unter. Deswegen würde ich jetzt erstmal sagen,
aus dem Bauch heraus sagen, überbewertet, aber wahrscheinlich langfristig ähm unterbewertet, weil natürlich ähm unabhängig davon, wie wir diese ganze äh Pandemie überstehen werden,
natürlich das Jahr zwanzig zwanzig dasjenige sein, in dem sich sehr, sehr viel verändert hat. Ähm.

Jan:
[30:33]Ja

Dan:
[30:36]Oder es wird sich herausstellen,
dass wir so schnell Backtonormel äh sind, dass sich doch nicht so viel verändert hat, aber im Moment neige ich dazu, es zu überzubewerten und sage, es ist unterbewertete.

Jan:
[30:51]Ja, es hängt vielleicht ein bisschen davon ab, wie lange das äh jetzt noch so weitergeht, ne? Sag mal, wenn wir das, wenn wir die ganze Nummer im in äh diesem Jahr äh mal irgendwie so halbwegs in den Griff kriegen, ähm,
dann sieht die Sache vielleicht anders aus, als wenn das jetzt noch zehn Jahre so weitergeht,
Ja, nein, also insofern, ich würde würde ich mich da im Urteil da anschließen. Ich hab übrigens rausgefunden, wie der Film heißt, von dem ich grad gesprochen habe, äh,
Operation zwölf Strong,
Also wer da Bock hat, aktuell scheint der auf irgendwelchen Streaming-Plattformen. Irgendwo habe ich ihn gesehen. Ja, so. Äh als nächstes habe ich das Jahr neunzehnhundertachtundsechzig.

1968

Dan:
[31:38]Ach Gott, ja.

[31:45]Ja, in seiner Bedeutung kann man's nicht eigentlich nicht wirklich äh überbewerten andererseits äh das, was wir davon haben, ist überbewertet.

Jan:
[31:56]Mhm. Ja, exakt so, hätte ich auch nicht äh besser sagen können. Als nächstes bisschen länger her und zwar das Jahr dreihundertdreiunddreißig vor Christus.

333 V.Chr

Dan:
[32:06]Ah man, ich, ich bin ja altsprachlich gebildet, deswegen kenne ich die ganzen Merksch,
drei, drei, drei bei Isos Kallerei als ähm als Alexander der Große. Ich glaube, er hat da die Perser,
mal wieder besiegt und ähm immer weiter nach Osten äh war er da unterwegs, ja,
Ich finde überbewertet, weil ähm unabhängig davon, dass es natürlich äh ähm,
wichtig war für äh dafür wie äh die abendländische Zivilisation sich entwickelt hat. Ja,
Alexander, der Große hat ja auch nicht viel von Dauer.

Jan:
[32:52]Nee, genau, das denke ich mir auch immer, ne? Also der hat zwar irgendwie viel gerissen, aber viel gebliebenes davon auch nicht,
war also so wie so ein, wie so ein wie so eine Wunderkerze. Ja. Äh okay, ja nee, also würde ich auch sagen, ist so ein bisschen die die Bedeutung von dieser Schlacht ist jetzt aus heutiger Sicht einfach auch so bisschen,
liefen, würde ich sagen. Ja als nächstes oder als letztes habe ich noch das Jahr achtzehnhunderteinundsiebzig.

1871

Dan:
[33:24]Ja, das da gilt ja eigentlich dasselbe wie neunzehn achtundsechzig. Ähm das Jahr an sich kann eigentlich, also die das es das gab, war wahnsinnig folgenreich und das kann gar nicht überbewertet werden
Aber andererseits, ja, das, was dabei rauskam, war auch nicht so geil.

Jan:
[33:42]Ja
Ja genau, würde ich mich auch äh äh genauso anschließen. Ich habe vorhin äh noch so einen Podcast gehört, in dem erklärt wurde, dass so in der Zeit ja auch so ein bisschen die äh Ballonfahrt ähm,
diese erste äh Höhenflüge, ja. Ähm auf jeden Fall gab es, gab es deren
in diesem deutsch-französischen Krieg Paris äh von den Deutschen so so ein bisschen umstellt war, gab es echt eine Ballonpost, die Pariser Ballonposten, dann konnte man per Ballon äh und das das waren irgendwie mehrere Millionen Briefe,
mit Balance dann nach Paris reingeflogen haben und die meisten sind sogar angekommen. Also das Problem damals war, dass die Balance damals noch nicht so richtig zu steuern waren. Das waren,
anscheinend jetzt ziemlich Dummelfluggeräte. Ähm,
Deswegen war das ein bisschen vom Glück abhängig und es sind wohl irgendwie auch zwei oder drei dann mal äh bei den Deutschen runtergekommen und zwei sind auch mal ins Meer geflogen oder so. Aber die meisten sind doch angekommen. So.

Dan:
[34:45]Ja, das ist die Sache bei Balance ist, ja, das ist ja der ganze Witz, dass die sich nicht steuern lassen. Also heute.

Jan:
[34:50]Sie lassen sich ja schon ein bisschen steuern, ne? Also zumindest,
Ja, aber du kannst ja dadurch auch hast ja da andere Windrichtungen und so. Natürlich, du musst geschickt losfliegen, damit du überhaupt deine Fliese, wo du hin willst. Das bleibt nicht aus, ja.
Balance. Vielleicht müssen wir immer nochmal eine Folge über Fluggeräte machen. Äh ich würde Ballons jetzt schon mal für bisschen überbewertet halten.

Dan:
[35:12]Fluggeräte sehr gut. Ich mache mal kurz unsere Themenliste auf.

Jan:
[35:16]Ja genau, also und äh aber davon abgesehen würde ich mich deinem Urteil über das Jahr achtzehnhunderteinundsiebzig anschließen und damit ist meine Liste denn auch tue ich.

Dan:
[35:30]Gut, dann beginne ich mal meine Liste und zwar mit dem ja siebenhundertdreiundfünfzig vor Christus.

753 V.Chr.

Jan:
[35:39]Es ist wohl die Gründung von Rom.

Dan:
[35:43]Genau, sieben, fünf, drei, Rom schlüpft aus dem Ei.

Jan:
[35:47]Ja. Ähm würde ich auch sagen äh überbewertet, weil das hat ja dann doch noch eine ganze Weile gedauert, ähm bis Rom, sage ich mal, irgendwie was nennenswertes wurde, ne.

Dan:
[36:00]Ja, aber dann aber dann richt.

Jan:
[36:04]Dann richtig? Ja, dann richtig gut, das ist, aber wenn man, ich meine, weiß nicht, wann, wann ging das los mit dem so, wann war Rom so ein richtiges Imperium, dass wirklich da liegen ja viele Jahrhunderte zwischen.

Dan:
[36:16]Ja, dass das war, also ähm das das ging so um die äh so ein,
so mit Julius Caesar so richtig los, das hat dann Gallian eroberte und dann ähm unter den Kaisern ähm breitete sich rum so richtig.

Jan:
[36:32]Ja guck und wenn du jetzt überlegst.

Dan:
[36:33]Also tatsächlich, wenn.

Jan:
[36:34]Ne, wenn du jetzt überlegst, so wo standen wir jetzt vor fünfhundert Jahren, wo könnten wir in fünfhundert Jahren stehen? Da ist schon,
Also von daher würde ich sagen, ist jetzt dieses Jahr vielleicht gar nicht so bedeutsam.

Dan:
[36:48]Damit hast du mich überzeugt, ich schließe mich an. Gut, ähm das nächste Jahr, das ich für dich habe, neunzehnhunderteinundsechzig.

Jan:
[36:56]Ähm das ist Mauerbau.

Dan:
[37:01]Genau, dreizehnter August neunzehneinundsechzig.

Jan:
[37:05]Ja ähm ja würde ich sagen unterbewertet, weil die mit diesem Mauerbau dann auch wirklich endgültig klar war äh,
freuen sich halt um jeden Preis abschotten, selbst um den Preis eines dermaßen absurden Bauwerks. Ja.

Dan:
[37:24]Also das war also definitiv ähm.

Jan:
[37:26]War da nicht auch Krise oder war es zweiundsechzig.

Dan:
[37:30]Bin ich mir nicht hundertprozentig sicher, aber könnt ihr hinkommen.

Jan:
[37:35]Cover kriegen. Nee, zweiundsechzig. Ja okay.

Dan:
[37:48]Das nächste Jahr habe ich nicht gewählt, weil ich es toll finden würde, aber weil es sehr bedeutsam ist. Ähm neunzehnhundertdreiunddreißig.

1933

Jan:
[37:55]Ja ähm ja gut klar aus aus äh naheliegenden Gründen sicherlich äh ähm ja, kann man auch nicht, kann man auch nicht über äh bewerten, klar. Da ging, da ging die Scheiße so richtig los, ja.

1961

Dan:
[38:11]Scheiße hat sich länger angekündigt, aber ähm neunzehnhundertdreiunddreißig,
als die Nazis einen Fuß auf den Boden bekamen. Also so, also wirklich oder sagen wir mal, es hat beide Füße auf die Boden, auf dem Boden bekam und richtig ins Rennen gerieten. Das war das war Scheiße für die Welt.

Jan:
[38:29]Ja, genau und man hätte es eigentlich so ein bisschen ahnen können und ganz viele wollten's nicht wahr haben und äh ja genau und da denke ich mal, wurde es denn also leider immer noch viel zu wenigen klar, aber da wäre es auch zu spät gewesen, ne.

Dan:
[38:44]Gut, daher das nächste Jahr ist dann vielleicht ein bisschen positiver äh zu betrachten, nämlich das Jahr achtzehnhundertachtundvierzig.

1848

Jan:
[38:52]Ja die ähm,
ja die die deutsche Revolution sozusagen, wenn man so will. Ich glaube nicht nur die Deutsche, ne? Das war bisschen mehr noch los auch. Ähm.

Dan:
[39:08]Ja, das müssen wir. In jedem Jahr war immer ein bisschen mehr los und wir haben natürlich eine sehr deutsche Bril.

Jan:
[39:11]Ja, ja, ja. Aber äh diese ganze Paulskirchennummer und so. Das hätte alles echt schön werden können von da aus gesehen. Ja ähm insofern äh,
Ja, ist die Frage, sagt man jetzt,
weil ähm das alles dann vielleicht doch nicht ganz so nachhaltig war, wie es hätte sein sollen oder sagt man unterbewertet, weil war ja trotzdem ein guter Versuch. Ich bin da ein bisschen äh bisschen unentschlossen. Noch.

Dan:
[39:41]Geht mir ganz ähnlich. Ich äh ich lasse es mal für mich offen einfach, weil ähm ja,
so ein bisschen scheint es mir doch ein eine Luftnummer von intellektuellen gewesen zu sein, ähm mit sehr sympathischen Ideen, aber,
am Ende nichts Greifbares dabei.

Jan:
[40:04]Ja zu, ja, zumindest nicht äh von Dauer, ja genau. Sehe ich auch so.

Dan:
[40:09]Was von Dauer war, war was neunzehnhundertachtundvierzig entstand.

1948

Jan:
[40:16]Ähm und das war.

Dan:
[40:20]Die Bundesrepublik, die deutsche demokratische Republik, ähm, Israel ähm Firma drei Staaten, die da.

Jan:
[40:23]Okay, ja gut. Ich ist schon ein bisschen was, ja. Okay. Ich hätte jetzt ach so, äh neunundvierzig war Grundgesetz, ne?

Dan:
[40:33]Stimmt.

Jan:
[40:34]Also das heißt, man hat in Deutschland, aber es war jetzt noch so, es war erstmal nur da,
Ja okay, ist aber ähm ich finde, diese ganzen,
unmittelbar Nachkriegsjahre, äh da kannst du dir ja jedes nehmen, da ist immer irgendwas Interessantes passiert, ne? Jedes Jahr eigentlich. Es war nicht siebenundvierzig, wo oder war es sechsundvierzig, wo die Dämmer kam,
Also.

Dan:
[41:01]Ja genau, achtundvierzig wurde die D-Marke eingeführt und der und der parlamentarische Rat äh hat äh in Westdeutschland die Arbeit aufgenommen. Ich hatte jetzt irgendwie noch im Kopf, dass da die ähm dass da die Staatsgründung war.

Jan:
[41:15]Ja. Ja, nein, aber es war natürlich, da ist ja in jedem Jahr wahrscheinlich ziemlich viel passiert, was die Weichen gestellt hat, äh auf dem wir quasi,
heute noch so ein bisschen unterwegs sind, ja? Ja
Aber also deswegen diese ganzen Nachkriegsjahre finde ich auf jeden Fall unterbewertet und man hat, weil da wahrscheinlich auch ziemlich viel in ziemlich kurzer Zeit passiert ist, ganz viel überhaupt nicht so auf dem Zettel vier sowieso nicht, die Leute, die da
vielleicht ein bisschen näher dran sind so vom Lebensalter her, vielleicht ein bisschen mehr, aber wahrscheinlich auch
nicht so, dass na ja, muss man vielleicht auch erlebt haben, denn.

Dan:
[41:52]Ja. Nicht zu vergessen, die Berlin-Blockade, die da auch.

Jan:
[41:55]Stimmt auch noch, ja ja.

Dan:
[42:00]Also das war wahrscheinlich äh schon ist auf jeden Fall ähm ähm eine der coolsten Episoden des Kalten Krieges, wenn man mich.

Jan:
[42:09]Ja, nur ich mein die Frage ist ja, wenn du jetzt nicht gerade echt davon direkt betroffen warst, zum Beispiel, weil du in Berlin gewohnt hast oder so, ne? Ich frage mich auch, aus diesen ganzen anderen Geschichten, die da so passiert sind. Wie viel hat man wohl mitgekriegt, weil eigentlich hattet man ganz andere Sorgen, ne?

Dan:
[42:23]Natürlich, aber so, wenn ich's, wenn ich's mir ähm aus meiner heutigen ähm äh gut gesättigten Perspektive anschaue, ich meine schon alleine die Idee, dass man einfach mal eine Millionenstadt,
und man ist auf dem Stand äh,
eines äh vom Krieg etwas mitgenommenen Landes, das äh gerade äh von Ländern besetzt wird, die auch noch andere Sorgen haben, weil sie selber.

Jan:
[42:48]Haben selber lange Krieg geführt, ja, genau.

Dan:
[42:50]Und äh und die entscheiden sich einfach mal, wie jetzt und äh jetzt äh versorgen wir eine Millionenstadt aus der Luft. Okay, sie haben sehr viele, sie haben sehr viele Transportflugzeuge, so oder so.

Jan:
[43:02]Die waren da, ja.

Dan:
[43:05]Aber nichtsdesto weniger schon alleine die logistische Leistung äh wie diese die äh dass man ähm dass die Flugzeuge wirklich am laufenden Band und,
Das ist äh das ist nicht nur im übertra
sind, das ist wortwörtlich gemeint, äh, hier in Berlin landeten, äh, ausgeladen wurden und wieder starteten, das ist einfach Wahnsinn.

Jan:
[43:25]Und das ist ja auch ähm also es ist ja auch so, dass die Objekts damit ja auch gar nicht gerechnet haben, sonst hätten sie diese Blockade ja gar nicht erst veranstaltet. Also die haben gesagt, nicht so gekloppt, sind die nun auch wieder nicht. Ne?

Dan:
[43:37]Ja, aber dann kommen halt diese Kaugummi kauenden Yankis, die nie Goethe oder Schiller gelesen haben und stellen einfach mal was auf die Beine. Äh wo äh Dostojewski und Goethe einfach nur mit den Ohren schlack.

Jan:
[43:51]Ja, genau. So ist es. Ja,
ist ja gut. Also in Summe kann man sagen äh aber wie gesagt das gilt auch für andere unmittelbare Nachkriegsjahre meiner Meinung nach, aber auf jeden Fall ein äh unterschätztes Jahr sicherlich.

Dan:
[44:08]Das nächste Jahr ist das Jahr vierzehnhundertzwoundneunzig.

1492

Jan:
[44:13]Hm, habe ich auch kurz drüber nachgedacht, ja ähm ja glaube ich ist auch äh eigentlich unterschätzt, also,
auch wenn man jetzt so äh Columbus jetzt vielleicht auch nicht der Superheld war zu dem ihn so später die äh,
die Kultur gerne vielleicht gemacht hat und so, ne? Aber,
also alles was danach so in Fahrt gekommen ist, was danach äh dass man auf einmal da so einen ganzen Kontinent hatte, äh wo er nun auch unheimlich viele Europäer hingegangen sind, aus unterschiedlichsten Gründen und wo es vielen,
sicherlich auch besser gegen ganz vielen sicherlich auch nicht besser, aber auf jeden Fall war es so eine Chance und,
ja so ein so ein so ein Sehnsuchtsort, wo man dann einfach hin konnte ähm und das ging natürlich notwendigerweise eben vierzehn zweiundneunzig los,
Und insofern sage ich äh unterbewertet.

Dan:
[45:06]Sehr gut. Ähm das nächste Jahr ist im selben Jahrhundert, es ist das Jahr vierzehnhundertdreiundfünfzig.

1453

Jan:
[45:14]Okay, da muss jetzt mal kurz auf die Sprünge helfen.

Dan:
[45:18]Das ist, wenn mich nicht alles täuscht, das Jahr in dem Konstantin Opel fiel.

Jan:
[45:23]Okay. Ach Gott, ja, gut, ja, ähm,
Ja, ist so ein äh ist so ein Punkt, aber ist das so eine richtige Zeitenwende? Also ich meine.

Dan:
[45:41]Ja, es war im Grunde da damit äh brach, dass äh bizantinische Reich zusammen und ähm ja, die diese sozusagen die abendländische Vorherrschaft im östlichen Mittelraum war dahin.

Jan:
[45:56]Ja gut. Ist jetzt nur die Frage, wer die nicht auch dahingewiesen, denn das Ganze, keine Ahnung.

Dan:
[46:05]Still und heimlich und ohne Gewalt passiert.

Jan:
[46:05]Wenn es ja wenn es einfach ein bisschen bisschen anders abgelaufen wäre, weil es nun mal dann auch irgendwie so ein bisschen so ein kulturelles Ding ist wahrscheinlich.

Dan:
[46:16]Also ich meine die hm, dass äh die Römer sowohl die das oströmische Nase ist auch das weströmische Reich, dass sie sowieso schon auf dem absteigenden Nast waren. Das ist durchaus klar und ähm,
und ich meine ähm identitäre ähm Osmanen holen sich heute noch einen drauf runter, dass sie damals das gerissen haben.

Jan:
[46:37]Ja gut, das.

Dan:
[46:39]Kriegen kriegen allerdings heute nicht mehr so viel gerissen. Ja insofern kann man sagen überbewertet.

Jan:
[46:48]Denke ich nämlich auch, also es ist es hat sicherlich seine Bedeutung, aber ich glaube, ist nicht so schlimm, dass man das ja äh so wie ich jetzt gerade nicht unbedingt auf dem Schirm hat.

Dan:
[47:00]Das nächste Jahr könntest du vielleicht auch nicht auf dem Schirm haben, das ist das Jahr neunzehnhundertdreiundfünfzig.

1953

Jan:
[47:08]Ähm äh.

Dan:
[47:12]Soll ich helf.

Jan:
[47:13]Ja.

Dan:
[47:14]Am fünften dritten dreiundfünfzig.

Jan:
[47:17]Doch warte mal, das.

Dan:
[47:18]Drei, fünf, drei, da starb äh ein äh sowjetischer Führer mit dickem Schnurr.

Jan:
[47:23]Ja, ja, Starlingstod, ja, klar. War dann nicht auch Arbeiteraufstand.

Dan:
[47:29]Ja, das war der der Berliner Arbeitstauchstand müsste auch äh dreiundfünfzig gewesen sein.

Jan:
[47:40]Ja, an den hatte ich nämlich jetzt gerade gedacht, aber ich glaube, der hatte auch ein bisschen damit zu tun, dass ähm äh.

Dan:
[47:46]Die Leute einfach fressen wollten.

Jan:
[47:48]Auch. Ja äh nee aber auch mit Starlins Tod meine ich. Also weil man da so ein bisschen so ein Vakuum vielleicht auch gesehen hat.

Dan:
[47:56]Natürlich.

Jan:
[47:59]Ja und ähm gut ähm ich sage mal,
Stadions Tod sicherlich sehr ähm sehr bedeutsam, vor allen Dingen für äh den ganzen Ostblock gewesen, weil also danach wurde hier zwei jetzt nicht unbedingt,
total geil, aber der schlimmste Terror zumindest, der ähm der hörte dann so langsam mal auf,
und äh ich glaube alleine dafür ist es auf jeden Fall ein ein Jahr, dass man ähm nicht überbewerten kann, äh aber ich sage mal auch dieser Arbeiteraufstand, den wir da in der DDR dann hatten. Äh,
war ja war ja auch ein krasses Event, woraus dann nachher die Bundesrepublik frecherweise ihren Nationalfeiertag ganz lange gespeist hatte.

Dan:
[48:48]Ja, könnte man heute noch machen, aber.

Jan:
[48:52]Ja, hatten wir bei, hatten wir bei der Feiertagsgeschichte auch schon ausführlich drüber gesprochen, dass es eigentlich viel besser ist, einen Feiertag im Sommer zu haben. Und dass der Anlass sowieso geiler gewesen wäre, als dieses wir unterschreiben jetzt halt mal den Vertrag.

Dan:
[49:07]Genau. Lieber ein bisschen dran äh äh lieber ein bisschen Randaler als äh von einem Verwaltungsakt. Es war.

Jan:
[49:13]Ja. Ja, gut, ich meine, da wurde ja für eine gute Sache randaliert, das kann man nun einfach immer so sagen, ne.

Dan:
[49:22]Das nächste Jahr ähm ist neunzehnhundertzweiundachtzig.

1982

Jan:
[49:29]Ähm ist ja ein bestimmten Anlass.

Dan:
[49:36]Ja, abgesehen davon, dass es mein Geburtsjahr ist, äh ist es das Jahr des Falklandkrieges, in dem äh Mac Margret Fatscher einfach mal der Welt gezeigt hat, wer hier die Hosen an.

Jan:
[49:48]Ja und wo eigentlich eigentlich auch die Argentinier dachten, wie viel blöde Inseln interessieren die sich doch eh nicht für und da haben sie sich halt vertan.

Dan:
[49:57]Also.

Jan:
[50:02]Ja gut, ähm ich glaube so von der historischen Bedeutung her, weiß ich nicht, ob der Falkleinkrieg oder auch nur die Falklandinseln insgesamt jetzt äh so wahnsinnig äh epocheprägend sind, aber natürlich.

Dan:
[50:14]Wurde mehr draus gemacht als es ist, aber das ist ja so an sowas von.

Jan:
[50:18]Aber ich find's schon auch irgendwie eine so eine skurrile Nummer, dass hier einfach mal so ihre gesamte Kriegsmaschinerie. Also einmal noch Empire äh machen so ungefähr,
schon auch irgendwie ein bisschen sympathisch, auch ein bisschen doof. Also ja, wie Briten halt so sind, ne.

Dan:
[50:39]Ja. Eigentlich alle coolen Leute, bisschen sympathisch, bisschen doof, ein Universalbeschreibung.

Jan:
[50:45]Ja klar, das gehört halt dazu. Ja stimmt. Die Beschreibung von cool ist.

Dan:
[50:52]Ja

Jan:
[50:54]Ja gut ähm nee ich sage trotzdem überbewertet, weil es war jetzt nicht ja, so wichtig war das alles nicht.

Dan:
[51:01]Gut. Und ähm ja, erst letztes Jahr, ich konnt's mir nicht verkneifen. Was hältst du von zwanzig einundzwanzig.

2021

Jan:
[51:13]Bisher ähm bisher fühlt es sich für mich viel zu sehr nach zwanzig zwanzig an, als dass ich mir da schon eine abschließende Meinung drüber äh gebildet hätte. Ähm.

Dan:
[51:27]Und so ähnlich geht's mir auch. Und doppelt Prost.

Jan:
[51:29]Prost.